Husten-Kräuter

So ein Husten kann manchmal ganz schön hartnäckig und unangenehm sein. In meinem Umfeld kämpfen derzeit wieder viele mit Erkältungssymptomen, probieren diesen und jenen Hustensaft, trinken Kräutertees, lutschen Hustenzuckerl und manchmal zeigt selbst ein vom Arzt verschriebenes Antibiotikum keine Wirkung: Der Husten ist ausdauernd und lässt sich nicht so leicht vertreiben.

In meinem heutigen Beitrag zeige ich dir, wie vielfältig ein Husten sein kann und wie du die Kraft der Husten-Kräuter am effektivsten nutzen kannst. Manchmal braucht es aber einfach Geduld und Zuversicht als Medizin 😉 .

Grundsätzlich ist ein Husten per se nichts Schlechtes. Er dient der Reinigung der Atemwege und sollte daher auch nicht unterdrückt werden. Durch das Abhusten werden Krankheitserreger aus dem Körper hinaus befördert.

Hustenkräuter wirken je nach Inhaltsstoffe entzündungshemmend, desinfizierend, antibakteriell, antiviral, schleimbildend, schleimlösend oder auswurffördernd. Je nach Art des Hustens kommen unterschiedliche Heilkäuter zur Anwendung:

Trockener Husten – Reizhusten

Wer kennt das nicht? Eine Erkältung ist im Anmarsch, die Schleimhäute fühlen sich trocken und gereizt an, es kratzt im Hals. Zu den ersten Symptomen einer Erkältung zählt oft der trockene Reizhusten. Das Mittel der Wahl sind nun schleimproduzierende Pflanzen (Muzilaginosa), also Heilpflanzen mit vielen Schleimstoffen, die die angegriffenen Schleimhäute befeuchten und sich wie eine Schutzschicht auf die Schleimhäute legen.

Schleimproduzierende Pflanzen sollten immer kalt (am besten über Nacht) angesetzt und dann nur leicht erwärmt werden, denn die Schleimstoffe verlieren ihre Wirkung wenn sie stark erhitzt werden.

Diese schleimproduzierenden Husten-Kräuter eignen sich für die Teezubereitung bei trockenem Husten:

Malvenblüten
Spitzwegerich-Blätter
Eibisch-Wurzel
Königskerzen-Blüten

Husten mit festsitzendem Sekret

Wenn nun der Husten sehr hartnäckig ist und auch in der Nacht störend wird, kommen die in Kräutern enthaltenen ätherischen Öle und Saponine zum Einsatz. Saponine sind Seifenstoffe, die das dickflüssige Sekret verflüssigen und das Abhusten erleichtern sollen.

Für die Teezubereitung eignen sich folgende saponinhältige Pflanzen:

Veilchen
Seifenkraut
Lungenkraut
Schlüsselblume ( Primula veris)

Pflanzen mit ätherischen Ölen können den Schleim lösen und wirken gleichzeitig antibakteriell:

Thymian, Salbei, zerstoßene Fenchel- und Anisfrüchte, aber auch Fichtentriebe werden sowohl für Tee-Aufgüsse, als auch zum Inhalieren verwendet.

Achtung: Ätherische Öle sind stark flüchtige Stoffe und wandern beim Erhitzen mit dem Wasserdampf nach oben. Daher immer mit Deckel kochen und die wertvollen Kondenstropfen, die sich am Deckel gesammelt haben, wieder in das Wasser zurück geben!

Fenchel- und Anisfrüchte werden mit dem Mörser zerstoßen.

Krampfartiger Husten

Sogenannte Spasmolytika lösen Verkrampfungen.

Auch hier können Thymian, Anis und Fenchel sehr hilfreich sein. Efeu und Sonnentau (beide als Fertigpräparate erhältlich) versprechen ebenso Linderung.

Wichtig: Dauert ein Husten länger als 4 Wochen, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden! Husten in Verbindung mit hohem Fieber, Atembeschwerden und einem ausgeprägten Schwächegefühl muss sofort ärztlich abgeklärt werden!

Weitere natürliche Helfer bei Husten:

Ausreichend trinken, am besten Tee oder Wasser, um die Schleimhäute zu befeuchten und die Verflüssigung der Sekrete zu unterstützen.

Quittenkerne enthalten Schleimstoffe und können als „Hustenzuckerl“ bei trockenem Husten gelutscht werden (Bitte nicht zerbeißen oder schlucken, sie enthalten giftige Blausäure, die dann frei gesetzt wird).

Schwarzer Rettich-Hustensaft

Kartoffelwickel auf der Brust

Fichten-Wipferlsirup

Honig

Bleib gsund und lass dich von der nass-kalten Jahreszeit nicht unterkriegen! Das wünscht dir Sandra 🙂

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