Eierfärben mit Pflanzen

Jetzt wird es wieder richtig bunt! Draußen in der Natur, wenn das satte Grün und die ersten Blütenköpfe zum Vorschein kommen, in unserem Herzen, wenn die Sonnenstrahlen erneut unsere Lebensgeister erwecken und natürlich auch im und rund ums Haus, wenn alles farbenfroh dekoriert uns an das Wiedererwachen des Lebens erinnert. Bemalte und gefärbte Eier sind einfach ein schöner Osterbrauch und die Farben aus Gemüse, Beeren, Kräutern und Wurzeln überzeugen mit ihrer Natürlichkeit.

In meinem heutigen Beitrag geht es um natur-liche Farben und verschiedene Techniken für das Färben von Ostereiern.

Die Zutaten fürs Färben finden sich fast alle im Hause und Garten. Als Farbstoffe benutzte ich Rotkraut, Spinat, Petersilie, Kurkuma, Rote Rüben und Zwiebelschalen, im Tiefkühlschrank fand ich noch Holunderbeeren vom Vorjahr (Leider keine Heidelbeeren). Einige Borten und Schnüre, eine alte Strumpfhose und ein paar zarte Frühlingskräuter aus dem Garten für das Aufpeppen der Eier. Und, nicht zu vergessen, ganz viele Kochtöpfe und Essig, damit die Farbe besser hält.

Eier mit Zwiebelschalen gefärbt

So geht’s:

Für jede Farbe wird ein Farbsud hergestellt: Dazu setze ich die Pflanzenteile in kaltem Wasser an und lasse den Sud ca. 30 Minuten lang köcheln. Dann wird abgeseiht und der Farbe einen Schuss Essig hinzugefügt.

In der Zwischenzeit reibe ich die Eier mit in Essig getunkter Küchenrolle ab, so haftet die Farbe später besser und gleichzeitig kann ich auf diese Weise den Stempel auf den Eiern entfernen.

Dann werden die Eier im Farbsud hart gekocht (etwa 8 Minuten) und so lange ziehen gelassen, bis der gewünschte Farbton erreicht ist.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Pflanzen und ihre Farbtöne

 

Besonders schöne Farbergebnisse erhielt ich mit Kurkuma und Rotkraut. Kurkuma färbt innerhalb kürzester Zeit wunderschön grellgelb und mit Rotkraut gefärbte Eier werden herrlich ozeanblau.

Mit Holunderbeeren gefärbte Eier begeistern mit einem intensiven, dunklen Braunton und Zwiebelschalen färben Eier mit einem prächtigen Orangeton (Ziehdauer: 3-4 Stunden) oder einem Ockerton (kurze Ziehdauer).

So peppst du deine Ostereier auf:

Die Eier können vor dem Kochen mit Schnüren oder Borten umwickelt werden. An diesen Stellen bleibt das Ei weiß und es ergeben sich wunderschöne Effekte.

Eier mit Schnüren und Borten umwickelnMit Borten umwickelte EierBlüten und Blätter auf den Eiern, vor dem Färben mit einer Strumpfhose fixiert, machen deine Ostereier zu einzigartigen Kunstwerken.

Kräuter mit Strumpfhose fixiert

Zum Glänzen bringt man die fertigen Eier, indem man sie mit einer Speckschwarte abreibt.

Fazit:

Das Färben mit Pflanzenteilen braucht mehr Zeit (und Platz in der Küche), aber es entstehen wunderschöne Farben, die zwar zum Teil etwas dezenter sind als künstliche Farbstoffe, dafür aber frei von bedenklichen Zusatzstoffen. Jedes Ei wird besonders und einzigartig und das Ergebnis ist manchmal überraschend.

Osternest

Petersilie werde ich in Zukunft lieber essen und nicht zum Färben verwenden. Hier war das Ergebnis am schlechtesten, wobei mich auch Spinat nicht überzeugt hat. Ein richtig kräftiges Grün fehlt also in meinem Osternest. Aber bestimmt werde ich diesem Jahr ganz viele Blüten wie Hibiskus, Malve, Geranie, Johanniskraut und Goldrute sammeln, damit ich nächstes Jahr zu Ostern wieder mit Pflanzenfarben experimentieren kann. 🙂

Welche Pflanzenteile verwendest du zum Färben?

Unterschiedliche Farbeffekte

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