Vorsicht gesund!

Den wunderschönen Herbsttag nutzte ich heute für ein ausgiebiges „Waldbad“ und schon nach kurzer Zeit freute ich mich über einen heilkräftigen Fund: Birkenporlinge! Auf alten, kranken Birken oder auf liegenden Stämmen kommt der Vitalpilz gar nicht so selten vor, aber die wenigsten Menschen wissen um seine Heilwirkung.

Schon Ötzi, der Mann aus dem Eis, hatte Birkenporlinge in seinem Reisegepäck. Neuere Untersuchungen bestätigen, dass der Steinzeitmensch mit dem Bakterium Helicobacter pylori infiziert war und mit akuten Magen-Darmproblemen zu kämpfen hatte und Wissenschaftler vermuten, dass schon Ötzi den Birkenporling als Medizin verwendete. Ist diese Entdeckung nicht ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass die Menschen schon vor tausenden Jahren von der Wirkung spezieller Pilze wussten und diese auch heilkundlich nutzten?

 

Welche Heilkraft steckt in diesem Pilz?

Der Pilz ist ein natürliches Antibiotikum und besitzt entzündungshemmende, blutstillende und antivirale Eigenschaften. Er lindert alle Arten von Magen- und Darmerkrankungen, so wird er
in der Volksheilkunde bei Magenkrämpfen, Verdauungsbeschwerden, Magengeschwüren, Gastritis, Lebensmittelunverträglichkeiten und Blähungen eingenommen.

So bereitest du Birkenporling-Tee zu:

Der Pilz wird hauptsächlich zur Teezubereitung gesammelt.  Gerade jetzt im Herbst zeigen sich oft gleich mehrere Exemplare an einem Baum. Entferne den Pilz vorsichtig vom Holz und schneide ihn dann möglichst bald in kleine Stücke. Der frische Pilz lässt sich relativ leicht schneiden, aber mit jedem Tag wird er zäher und härter.

Für den Tee köchelt man 1 El getrocknete Pilzstücke 30 Minuten lang in ½ l Wasser und trinkt den Sud über den Tag verteilt. Da der Birkenporling-Tee eher bitter schmeckt, füge ich noch gerne Pfefferminzblätter hinzu, um den Geschmack zu verbessern.

Wichtiger Hinweis: Bitte sammle nur solche Pilz, die du sicher kennst! Der Birkenporling hat ein eindeutiges Aussehen, wächst nur auf Birkenholz und hat auch keine Doppelgänger! Wenn du dir bei der Bestimmung von Pilzen allerdings unsicher bist, empfehle ich dir, deine Funde bei einer Pilzberatungsstelle bestimmen zu lassen!

 

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